

Der Verleger, dessen wirklicher Name uns unbekannt ist, wurde Erzählungen zufolge in den späten fünfziger Jahren in der tiefsten Provinz geboren. In seiner Jugend verdiente er sich sein erstes Geld damit, mittels einer Eisenstange zeltende Hippies von den Feldern der heimischen Bauern zu vertreiben.
Bald entdeckte er aber das kommerzielle Potenzial, das in dieser Bewegung steckte, und machte mittels seiner alten Leica eine Fotodokumentation über die Aussteiger. Als der Bildband
Hemmungslos Geil in der Natur erschien, wurde der Verleger von aufgebrachten Landfrauen aus seiner Heimat verjagt.
Die folgenden Jahre liegen im Dunkeln - unseriöse Quellen sprechen von Alkohol und Nutten, andere von knüppelharten Jobs in Tierkadaververwertungen. Wie auch immer, in den achtziger Jahren schmuggelte der Verleger im großen Stil grauenhafte Popzeitschriften und Superheldenhefte über die innerdeutsche Grenze und verdiente sich dumm und dusselig.
Drogengeile Teenieschlampen Als die Wende kam, war der Verleger über Nacht ohne Auskommen - und er tat, was viele in dieser Situation tun: er wurde Comicverleger und brachte mit
Drogengeile Teenieschlampen das erste investigative Comic Deutschlands raus.
Trotz Protesten engstirniger Pädagogen und Eltern konnte er nun endlich seine eigenen Vorstellungen von Jugendliteratur und Unternehmensführung verwirklichen.
Im Moment ist er nicht nur Leiter dieses Verlages, sondern auch Vorsitzender der Stiftung
Contra TV, welche die Bevölkerung über die tödlichen Nebenwirkungen des Fernsehens aufzuklären sucht. Abgesehen davon ist der Verleger eine völlig fiktive Figur, die manchmal für den Geist von
WEISSBLECH Comics steht und die echt nicht existiert.
